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Magische Rauhnächte

Aktualisiert: 18. Jan.


Vielleicht hast du schon davon gehört. Vielleicht ist es dir neu. Die Zeit der Rauhnächte ist in den letzten Jahren wieder präsenter geworden – und doch bleibt sie für viele etwas Geheimnisvolles.


Seit einigen Jahren lebe ich die Zeit zwischen den Jahren sehr bewusst. Für mich selbst – und gemeinsam mit meiner Familie. Diese Tage und Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag haben eine eigene Qualität. Eine, die sich dem Gewohnten entzieht.

Es ist eine besondere Zeit. Das alte Jahr ist noch nicht ganz abgeschlossen, das neue noch nicht wirklich da. Dazwischen entsteht ein Raum. Ein Raum für Rückzug, für Innehalten, für das Loslassen dessen, was war – und für das leise Keimen dessen, was werden will.


Der Begriff Rauhnächte hat verschiedene Ursprünge. Er wird mit rauh (wild), mit Rauch und dem Räuchern in Verbindung gebracht – ebenso mit dem mittelhochdeutschen Wort rûch, das „haarig“ oder „pelzig“ bedeutet. Damit wurde das Aussehen jener Gestalten beschrieben, die in alten Erzählungen während dieser Zeit unterwegs waren.

Ihre Wurzeln liegen in germanischen und keltischen Traditionen und in der Differenz zwischen Sonnenjahr (365 Tage) und Mondjahr (354 Tage). Die fehlenden Tage wurden als eine besondere Zeit betrachtet – als Tage und Nächte außerhalb der normalen Ordnung. Als „nicht ganz existent“.


Der Beginn der Rauhnächte wird häufig auf die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gelegt, ihr Ende auf die Nacht vom 5. auf den 6. Januar. Die Rauhnächte gelten als die zwölf heiligen Nächte zwischen Weihnachten bzw. der Wintersonnenwende und dem Dreikönigstag. Seit jeher werden sie als eine Zeit zwischen den Welten verstanden. Symbolisch stehen diese sogenannten Losnächte für die kommenden zwölf Monate des neuen Jahres.


Es ist eine Zeit der Stille. Eine Zeit der Rückschau – und zugleich der Vorschau. Nicht im Sinne von Planung, sondern im Lauschen.


Wer sich bewusst auf diese Zeit einlässt, kann dem neuen Jahr eine andere Qualität mitgeben. Auch der Wintersonnenwende am 21. Dezember wird dabei besondere Bedeutung zugeschrieben. An diesem Tag werden oft 13 Wünsche für das kommende Jahr aufgeschrieben – zwölf davon werden in den Rauhnächten dem Feuer übergeben, einer bleibt offen und erinnert daran, dass nicht alles in unserer Hand liegt.


Es ist hilfreich, sich ein wenig auf die Rauhnächte vorzubereiten – auch wenn die Zeit vor Weihnachten oft dicht und fordernd ist. Schon kleine Gesten können helfen, innerlich freier zu werden: Aufräumen, Abschließen, Zurückgeben, Klären. Nicht aus Pflicht, sondern als Einladung, leichter ins neue Jahr zu gehen.


Wichtig ist vor allem, dir Raum zu schaffen. Zeit, die nicht verplant ist. Zeit, die atmen darf.

In den Rauhnächten geht es nicht darum, etwas Großes zu tun. Sondern darum, bewusst da zu sein. Rituale sollen keinen Druck erzeugen – sie dürfen nähren.


Mögliche Begleiter durch diese Tage und Nächte können sein: Räuchern mit Kräutern, Schreiben in ein Rauhnachtstagebuch, das Festhalten von Träumen, Meditation und Stille, Spaziergänge in der Natur, das Ziehen von Karten – oder ganz einfach das Zurückkehren vom Denken ins Spüren.


In Verbundenheit

Johanna


 
 
 

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