top of page

Frühling oder vom Erledigen ins Sein kommen



Als ich diese Zeilen schrieb Mitte März, standen wir vor dem astrologischen Beginn des Frühlings. Schon durften wir mildere Temperaturen und sonniges Wetter aufsaugen. Doch die Nächte, Morgen und Abende waren noch immer kalt. Ich merkte, wie mein Körper Wärme brauchte. Stabilität und Rhythmus…


Montags die Woche ganz für mich beginnen mit Jasmin-Tee und Schreiben. In Stille. Das tut mir gut. Es ist nicht eine Aufgabe mehr auf meiner Liste. Ich schenke mir Zeit. Es ist Verkörperung. Wie oft schon habe ich mich beim Glaubenssatz ertappt «ich habe keine Zeit». Keine Zeit, um alles zu erledigen. Doch, wer schreibt mir den vor, was ich zu erledigen habe? Und was «alles» ist? Gebe nicht ich selbst vielmehr vor, was ich in meine Lebenszeit einpacken möchte?


Schon seit einem Jahr merke ich, dass ich immer mehr und immer konsequenter wegkomme vom Leistungsgedanke. Vom Optimieren. Vom Leben im «Erledigen», das oft zu einem Überleben wird. Statt mich lebendig zu fühlen. So versuchte ich meine Zeit oft bestmöglich zu nutzen. Auszunutzen. Auszuschöpfen. Zwei, drei Schritte in einem zu nehmen, statt anzunehmen, dass es auch langsamer geht. Dass ich die Blumen am Wegrand bewusster wahrnehmen kann, wenn ich weniger eile.


Denn der Frühling verzaubert mich Jahr für Jahr aufs Neue. Es ist das Wunder der Natur, das wir im Aufgehen jeder neuen Knospe zu schönen Blüten entdecken dürfen. Und wir dürfen uns an der Natur spiegeln. Langsam lassen wir die Schlichtheit des Winters hinter uns und beginnen uns zu zeigen. In unserer eigenen individuellen Schönheit. Ohne Vergleiche. Im Miteinander mit andern sind wir schön. Und wenn wir in uns selbst verwurzelt sind.


Wie wundervoll hat es sich angefühlt, als die Frauen nach meinem Kreis am Samstag von innen heraus geerdet gestrahlt haben. Wir hatten uns zuvor mit dem Element Erde beschäftigt und uns auf unseren Bauchraum konzentriert. Uns bei Musik geschüttelt und losgelassen, was losgelassen werden wollte. Und danach die Stille gespürt.


Und ich selbst merke immer wieder, wie es innerlich laut werden kann, wenn wir im Aussen mehr Stille zulassen. Das ist nicht einfach. Diesen Schritt zu mehr Leere. Lücken, die gefüllt werden wollen mit Aufgaben, die wir meinen, erledigen zu müssen.


Und wir müssen nicht auf den richtigen Moment warten, um eine Pause einzulegen. Wir müssen uns nur dazu entscheiden. Bewusst. Fünf Minuten, zehn. Eine Stunde. Ein halber Tag. Bewusstsein. Bewusstes Sein.


Ja, es braucht Mut. Wir befinden und gerade in einer Zeit, die Mut braucht. Mut, einzustehen. Für uns selbst. Um wieder ins Strahlen zu kommen, mit welchem wir dann auch unser Umfeld beschenken können.


Ich sehne mich, weiter zu wachsen. Ich sehne mich nach diesen neuen Räumen der Gemeinschaft. Der Verbundenheit. Mit der Natur. Mir selbst. Und mit anderen.

Ich wünsche euch allen den Mut zur Lücke und zur Stille, um in eure eigene Kraft zu kommen. Vielleicht mit der Frage: Was kann weggelassen werden, wenn nur noch das wirklich Dringende und Wichtige bleiben darf? Was definiert ihr als dringend und wichtig?


So sende ich diesen Text nun einen Monat später in diesen Blog - dazwischen liegen Wochen, in welchen ich meine neue Ausstellung im Museum auf die Beine gestellt habe und dies an Wichtigkeit und Dringlichkeit im Vordergrund stand.


In Verbundenheit

Johanna


Ich trete weiter ins Feuer – und halte den Raum offen für all jene, die sich erinnern, dass ihr eigenes Licht gesehen werden will. Nächster Frauenkreis: Samstag, 6. Juni um 17.15 Uhr.


 
 
 

Kommentare


Mondpost

In der Mondpost teile ich Einblicke in mein Schmuckiversum, in meine Seelengedanken und Wirkstätten.
Sie hält dich auf dem Laufenden, lädt dich zum Innehalten ein und öffnet einen Raum der Verbindung zwischen uns.

Newsletter Mondpost von Johanna Schmucki

Johanna Schmucki

CH-4052 Basel

  • Facebook
  • Instagram

Kontaktformular Johanna Schmucki

 

© 2025 by Johanna Schmucki. Powered and secured by Wix 

 

bottom of page