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Zwischen Sommer und Herbst



Ende August, und ich spüre seine besondere Qualität. Der Sommer ist noch da, aber etwas in uns weiß bereits, dass es sich verändert. Die Fülle des Sommers beginnt sich zu neigen, die Tage werden spürbar kürzer, die Natur geht langsam vom expansiven Mehr in ein erstes Verdauen über.


Und wir haben heute Vollmond. Spirituell betrachtet spiegelt er für mich genau diesen Moment des Sichtbarwerdens und Loslassens.


Ich befinde mich gerade in einem Dazwischen. Zwischen beruflicher Neuorientierung, meinem Schreiben, Ayurveda, Kinderyoga, Frauenkreisen, Muttersein und dem Wunsch nach mehr Raum für Selbstliebe und Liebe. Ein paar Gedanken zum Loslassen, vom Werden im Prozess und von der Kunst, nicht schon wissen zu müssen.


Ich fühle, dass es Zeiten gibt, in denen Altes bereits gegangen ist oder sich noch am Verabschieden ist und das Neue noch keinen Namen trägt, noch nicht geerntet werden kann, weil es noch nicht reif genug ist. Ich stehe in einem Zwischenraum.


Ich bin nicht mehr dort, wo ich vor drei Jahren war, aber auch noch nicht ganz dort, wo ich einmal hinwill. Es fühlt sich seltsam an, verunsichert mich manchmal und zugleich nehme ich diesen Zwischenraum als zutiefst schöpferischen Ort wahr.


Heute, zu diesem Vollmond Ende August, fühlt sich auch die Natur selbst ein wenig wie ein solches Dazwischen an. Die Wärme des Sommers liegt noch auf meiner Haut und doch brachte der Regen erste Schleier mit sich und die Abende werden wieder früher dunkel. Die Luft am Morgen trägt bereits einen anderen Klang und Duft. Die Natur besinnt sich langsam wieder mehr auf ihre inneren Kräfte.


Es ist die Zeit der Reife. Ich beginne in diesem Moment wahrzunehmen, was aus all dem Gewachsenen eigentlich geworden ist. Der Vollmond macht es sichtbar. Er zeigt, was im Verborgenen lag, und ich lasse meine Gedanken schweifen.


Wer bin ich geworden? Und welche alten Anteile passen nicht mehr zu mir? Vielleicht muss ich nicht sofort wissen, wie das Neue aussehen wird. Vielleicht genügt es, in einer kurzen Atempause im Dazwischen zu realisieren, dass ich mich zum Loslassen entschieden habe.


Ich werde beruflich neue Wege gehen und meiner Intuition folgen. Mein Herz wird den Weg finden, den es sich so lange schon gewünscht hat. Ich möchte den Übergang nicht möglichst schnell überbrücken oder kompensieren.


Manche Wandlungen brauchen einen Raum, in dem noch nichts festgelegt ist. Ein Raum zwischen zwei Kapiteln, wie die Erde zwischen zwei Jahreszeiten: Sommer und Herbst.

Wie der Atem zwischen Ausatmen und Einatmen. Wie die Vollmondnacht zwischen zwei Tagen. Ein Dazwischen, das nicht leer ist, sondern voller Möglichkeiten.


Auch der Ayurveda erinnert mich daran, dass jede Jahreszeit ihre eigene Qualität trägt. Die Natur bewegt sich im Herbst hin zu mehr Luft und Bewegung. Wir werden eingeladen, bewusster nach innen zu lauschen. Nicht jede Wandlung beginnt mit einem klaren Plan. Manchmal braucht es einfach Mut, einen Moment lang stehen zu bleiben – zwischen Alt und Neu.


Vielleicht spürst auch du gerade, dass etwas in Bewegung ist. Wenn du dir dafür einen bewussten Raum wünschst, begleite ich dich mit Ayurveda, Schreiben, Körperarbeit und meinen Räumen, den Frauenkreisen für Wandlung und hin zu einer neuen Selbstliebe.


In Verbundenheit

Johanna


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In der Mondpost teile ich Einblicke in mein Schmuckiversum, in meine Seelengedanken und Wirkstätten.
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